Dieser Auftritt wird zum Genuss

Michel Dornbusch holt beschwerdefrei Titel bei Regionsmeisterschaften (Bild: Piet Meyer)
[2019-08-27]
Dieser Auftritt wird zum Genuss
Für die Zuschauer wie für ihn selbst war die Leistung von Michel Dornbusch bei den Titelkämpfen auf Regionsebene ein Vergnügen. Die Gegner des OTeV-Kapitäns hatten aber wohl eher weniger Spaß.

Er spiele „befreit“, „beschwerdefrei“ und „genießt“. Das sagte OTeV-Trainer Daniel Greulich über Michel Dornbusch, den Mannschaftsführer des Regionalligateams. Der 28-Jährige gehört wohl immer noch zu den besten 60 Tennisspielern in Deutschland – nicht nur aufgrund seines nach langer Verletzungspause geschützten Ranglistenplatzes 57. Sein 6:1, 6:1-Erfolg über Teamgefährte Mattis Wetzel (Nummer 131 in Deutschland) im Männer-Finale der Meisterschaften der Region Jade-Weser-Hunte war also keine Überraschung.

Dominantes Auftreten

Wie Dornbusch am Wochenende alle Partien auf der heimischen OTeV-Anlage am Johann-Justus-Weg für sich entschied, war jedoch eindeutig dominant. Einmal gab er mehr als zwei Spiele in einem Satz ab, nämlich vier. „Da war wenig zu holen“, gestand Wetzel ein. Sein Gegenüber habe „sehr gut gespielt und serviert – da ist es brutal schwer. Und ich habe nicht meinen besten Tag gehabt.“

Kurios war Wetzels Weiterkommen in dem Turnier um 2000 Euro Preisgeld gewesen: Die beiden Runden zuvor meisterte er aufgrund gegnerischer Aufgaben. Gegen Lasse Muscheites (OTeV) lag der 29-Jährige im Halbfinale schon einen Satz zurück, als Muscheites aufhörte, um an der Qualifikation für das ITF-Turnier im niederländischen Haren teilzunehmen.

Dornbusch zog durch ein 6:0, 6:2 gegen Philipp Claus (OTeV) ins Endspiel ein. Ob der 28-Jährige noch einmal verstärkt Turniere spiele, sei nicht ausgemacht, so Greulich. Die Aufgabe, auf die er sich momentan konzentriere, sei seine Zusammenarbeit mit der Juniorin Julia Middendorf (TV Visbek), die vor wenigen Wochen bei der Jugend-EM in Budapest mit dem deutschen Team Dritte wurde. Dornbusch trainiert sie.

Im Frauen-Feld der Regionstitelkämpfe tat sich aus Oldenburger Sicht Insa Waskönig hervor. Die LK-18-Spielerin von BWO scheiterte erst im Halbfinale an Leonie Müller (SVE Wiefelstede). Die Nummer zwei des Tableaus und spätere Siegerin triumphierte 6:0, 6:0.

Hier trumpft BWO auf

Im Männer-Doppel setzte sich das topgesetzte OTeV-Duo Lennard Zumbrock/Jan Heine im Endspiel 5:7, 6:3, 10:4 gegen ihre Vereinskollegen Claus und Ole Heine (Nummer zwei) durch. Auf LK-Ebene und in den Altersklassen war Blau-Weiß Oldenburg mit drei Titeln der erfolgreichste Verein. Stefanie Freese gewann mit drei Gruppensiegen die LK-Konkurrenz der Frauen. Ihr Vereinskamerad Florian Kruel profitierte von der Aufgabe seines Finalgegners in der U 40. Der BWOer Klaus Filoda besiegte im U-50-Endspiel Matthias Baumgärtel (OTeV) 6:4, 6:3. GVO-Spieler Sebastian Siebels gewann bei den Männern 30.

Bericht von Jannik Deters (NWZ 27.08.2019)

Herren I

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