Oldenburger TeV II feiert Meisterschaft und Aufstieg in die Nordliga

Oberligist beendet Hallensaison 2024/24 unbesiegt – 4:2-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Bremer TC
[2025-03-03]
Oldenburger TeV II feiert Meisterschaft und Aufstieg in die Nordliga

Daniel Greulich, Trainer der Oberliga-Tennisspieler des Oldenburger TeV II, waren Erleichterung, Freude und Stolz deutlich anzumerken. Rund sechs Stunden lang hatte er voll konzentriert die hochklassigen und teilweise sehr spannende Partien seiner Spieler in der Halle am Johann-Justus-Weg gegen die Aktiven des Bremer TC begleitet. Dann musste er lachend zugeben, dass ein Plan für den weiteren Verlauf dieses Samstagsabends nicht bestand. „Wir werden sehen, was noch geht“, sagte er zu seiner Mannschaft, die sich mit einem 4:2-Heimsieg zum unbesiegten Meister und Aufsteiger in die Nordliga (zweithöchste deutsche Klasse während der Hallenspielzeit) gekrönt hatte.

„Dieser Erfolg ist möglich geworden, weil ihr in der Vorbereitung mehr gemacht habt als in den Jahren zuvor“, lobte Greulich die Spieler: „Ihr wart noch ein bisschen fitter. Und ihr seid noch ein Stück enger zusammengerückt. Diese Meisterschaft ist eine Mannschaftsleistung, zu der jeder seinen Teil beigetragen hat.“ 

Tabellenführer empfing seinen Verfolger

Den Oldenburgern hätte schon ein Remis gereicht, um sich den ersten Platz in der Abschlusstabelle der Wintersaison 2024/25 zu sichern. Sie gingen mit 9:1 Punkten in die Begegnung mit den Bremern, die Greulich vor Beginn der Runde zum Meisterschaftsfavoriten erklärt hatte. Diese hatten ihr Auftaktspiel mit 2:4 gegen die SpVgg Haste verloren. Es folgten drei Erfolge, sodass der BTC mit 6:2 Zählern als Zweitplatzierter beim OTeV antrat. Der Tabellenführer hatte ebenfalls am ersten Spieltag nicht gewonnen, sich aber bei SW Cuxhaven nach einem 1:3 nach den Einzeln in den Doppeln noch ein Unentschieden gesichert. Anschließend siegten die Oldenburger beim TuS Wettbergen in Hannover (4:2), gegen den TSC Göttingen (4:2), in Haste (4:2) und gegen Jahn Wolfsburg (5:1).

 

Nach sechs zweiten Plätzen endlich ganz oben

 

Der riesengroße Teamgeist seiner Spieler habe sich vor dem Vergleich mit Bremen erneut gezeigt, schwärmte Greulich. Um die Chancen auf einen Erfolg gegen die starken Gäste zu erhöhen, trat der OTeV II mit dem Briten Mark Whitehouse an, der in der vergangenen Sommersaison bereits im Regionalligateam des Vereins zum Einsatz gekommen war. „Dies war der Wunsch der Mannschaft, die sogar zusammengelegt hatte, um seine Kosten zu übernehmen“, erzählte Greulich: „Das war ein nie zuvor dagewesener Vorgang. Aber es wäre auch nicht schön gewesen, wieder Zweiter zu werden.“ Im Winter 2023/24 sowie nach den vergangenen fünf Freiluft-Spielzeiten war die Mannschaft Vizemeister. 

Besonders gefreut habe er sich darüber, ergänzte Greulich, dass Elias Heine, der vor der Saison zum OTeV II gewechselt war und in deren Verlauf starke Leistungen bot, sofort gesagt habe, dass es für ihn kein Problem sei, im letzten Saisonspiel nicht aufzulaufen. Das sei überhaupt nicht selbstverständlich, lobte der Coach.

OTeV-Doppel machen Sieg und Meisterschaft perfekt

Whitehouse spielte glänzend auf, steuerte zwei Punkte zum Erfolg über den BTC bei. Zunächst setzte er sich im Spitzeneinzel souverän gegen Viktor Kostin mit 6:2 und 6:4 durch. Auch im Doppel überzeugte Whitehouse. Er trat mit einem ebenfalls sehr gut aufgelegten Ole Heine an. Das Duo bezwang die Bremer Kostin/Konstantin Hirschmüller mit 6:4 und 6:3. Er sei am Freitag angereist, sagte Whitehouse, und habe dann noch trainieren können. So habe er sich „etwas an den ungewohnten, langsamen Boden“ gewöhnen können. Er habe „großen Spaß“ daran gehabt, in einer „großartigen Mannschaft“ zu spielen.

Mit diesem Sieg war die Meisterschaft bereits perfekt. Auf dem Nebenplatz benötigten die OTeVer Jan Heine und Kai von der Assen etwas mehr Zeit, um ihren 7:6, 6:4-Erfolg über Joshua Knuth und Alexander Kranz herauszuspielen, der das I-Tüpfelchen auf die Saison setzte. 

In den Einzeln hatte Jan Heine an Position zwei gegen Knuth gewonnen (6:1, 7:6). An der drei und der vier mussten sich die Oldenburger jeweils nach dem Match-Tiebreak geschlagen geben. Ole Heine unterlag gegen Hirschmüller (4:6, 6:3, 8:10), Arkadiy Kharenko gegen Kranz (6:4, 1:6, 4:10). 

Es gebe übrigens keinen Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil das Team mit Verstärkung angetreten war, sagte Greulich noch: „Die Bremer haben mit Joshua Knuth und Christian Hirschmüller die gesamte Saison mit zwei Spielern von außerhalb gespielt.“

OTeV-Kapitän freut sich über großen Teamgeist

OTeV-Kapitän Kharenko freute sich derweil über einen unerwarteten Triumpf. „Vor der Saison wollten wir in dieser stark besetzten Liga eigentlich nur den Klassenerhalt schaffen“, sagte er: „Doch dann lief es plötzlich.“ Auch er sah im Zusammenhalt des Teams, in dem viele Spieler schon lange zusammenspielen, den entscheidenden Faktor.

„Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß an einer Saison gehabt wie an dieser“, erzählte Kharenko: „Wir haben immer an unseren Grenzen gespielt, uns gegenseitig mitgerissen und eine sehr gute Einstellung gehabt.“ Das wiederum war vor allem Daniel Greulich zu verdanken. „Ohne ihn hätten wir das nie geschafft“, sagte der Mannschaftskapitän: „Deshalb freue ich mehr sehr, dass mein Wunsch, ihn und uns mit dem Aufstieg zu belohnen, in Erfüllung gegangen ist.“

Für den OTeV II spielten in der Wintersaison Arkadiy Kharenko, Jan Heine, Ole Heine, Kai von der Assen, Elias Heine und Mark Whitehouse. Im Sommer tritt das Team in der Oberliga an. „Es wäre schön, wenn wir an unsere Leistungen aus der Hallenrunde anknüpfen könnten“, sagte Kharenko, ohne dabei die Meisterschaft zum Ziel erklären zu wollen: „Dann würden wir oben mitmischen.“

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