Nikola Cacic kam, sah und siegte!

Jubelpose: Nikola Cacic spielte im Einzel gegen Duje Ajdukovic geduldig und gewann das Duell 6:4, 6:4. (Bild: Martin Remmers) Erst am späten Freitagabend war Nikola Cacic gefragt worden, ob er für den OTeV spielen wolle. Am Sonntag gelangen dem 28-Jährigen gegen den Club zur Vahr Siege in Einzel und Doppel.
[2019-05-07]
Nikola Cacic kam, sah und siegte!

OLDENBURG - Ein Strahl bezeichnet im Tennis einen glatten, schnellen Schlag, ein Geschoss, das dem Gegner selten eine Chance lässt. Manchmal gelang Duje Ajdukovic am Sonntag so ein Strahl. Doch viel häufiger machte Ajdukovic, mit dem Club zur Vahr zu Gast beim Oldenburger TeV, Fehler. Und so musste sein Gegner, OTeV-Debütant Nikola Cacic, vor allem eines: geduldig bleiben.

„Man kann sehen, dass er noch Junior ist. In einem Moment spielte er sehr gut, es war ein Auf und Ab“, sagte der 28-jährige Cacic nach dem 6:4, 6:4 gegen den 18-jährigen Kroaten. Es war der erste Punkt für die OTeVer zum 6:3-Erfolg gegen den Regionalliga-Rivalen aus Bremen. Dieses Ergebnis, sagte Oldenburgs Trainer Daniel Greulich, „hätte ich vorher so gebucht – alles gut gelaufen.“

Die ersten Zähler waren aber an die Gäste gegangen. Nicht überraschend war Lasse Muscheites‘ Niederlage gegen den Kroaten Dino Marcan (1:6, 1:6). Mattis Wetzel unterlag Felix Samsel ähnlich deutlich 2:6, 1:6. Samsel habe „das beste Outdoor-Match gezeigt, an das ich mich erinnern kann“, sagte Greulich.

Im Spitzenspiel gegen Vahrs Lukas Rüpke feierte Stefan Seifert einen leichten Sieg. Rüpke gab beim Stand von 0:4 wegen einer Verletzung auf.

OTeV-Kapitän Michel Dornbusch und Tillmann Erdbories hatten vor wenigen Monaten noch fürs gleiche Team aufgeschlagen, am Sonntag trafen sie aufeinander. Das Duell an Position drei begann Dornbusch konzen­triert (2:0), danach war Erdbories der präsentere Akteur. Es folgten für Dornbusch ein 2:3-Rückstand und eine unsanfte Landung mit dem Hosenboden auf der roten Asche. Doch Dornbusch holte sich den Vorteil zurück, und beim Stand von 5:4 spendeten die Zuschauer erstmals lauteren Applaus. Seinen Aufschlag zum Satzgewinn brachte der 28-Jährige durch. Durchgang zwei ging glatt an ihn (6:2).

Einen ähnlichen Verlauf erlebte Florian Barth: In einem abwechslungsreichen Duell führte Oldenburgs Zugang zunächst gegen Mauro Piras, lag dann zurück, zeigte Unzufriedenheit – und gewann Satz eins 6:4. Den zweiten entschied Barth 7:6 für sich.

Barth und Cacic gewannen dann im Doppel gegen Ajdukovic/Samsel 6:4, 6:3. Die OTeV-Debütanten sorgten damit für die Hälfte der Punkte im ersten Saisonspiel. Seifert/Muscheites bezwangen Erdbories/Rob Reynolds(Neuseeland) 6:3, 6:0. Wetzel verlor hingegen an der Seite von Alexander Meyer 4:6, 5:7 gegen Piras/Marcan.

Dass eigentlich Luca Margaroli (Italien/Schweiz) statt Cacic eingeplant war, spielte keine Rolle mehr. Margaroli bestritt am Samstag erfolgreich das Doppel-Finale des Challenger-Turniers in Ostrava (Tschechien). Am späten Freitagabend hatte Margaroli Cacic gefragt, ob der einspringen könne. Der Serbe setzte sich am Samstag ins Flugzeug – kam, sah und siegte.


von Jannik Deters

Punktspiele, Herren I

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