Florian Barth rasiert Rivalen im Tiebreak

Routinier Florian Barth hat den Oldenburger TeV zum Auftaktsieg in der Tennis-Regionalliga geführt. Beim 4:2 beim Großflottbeker THGC avancierte der 32-Jährige einmal mehr zum Tiebreak-König. (Bild: Martin Remmers)
[2021-12-07]
Florian Barth rasiert Rivalen im Tiebreak
Trostlose Atmosphäre, erfolgreicher Auftakt: Die Spieler vom Oldenburger TeV sind mit einem hart erkämpften Auswärtssieg beim Großflottbeker THGC in die Hallensaison in der Tennis-Regionalliga gestartet. Das Team um Spielertrainer Michel Dornbusch, das in der höchsten Winter-Spielklasse vor zwei Jahren den Titel geholt hatte, ehe die Corona-Krise vor einem Jahr für eine Absage gesorgt hatte, setzt

Der Teppich

„Großflottbek ist nicht einfach zu spielen. Schon in der letzten Hallensaison haben wir dort unser engstes Spiel gehabt“, erklärt Dornbusch mit Blick auf das mit vier erst im Champions-Tiebreak geholten Punkten erarbeitete 5:1 im Januar 2020. „Auf dem sehr schnellen Teppichbelag rückt alles sehr eng zusammen – man darf sich keine Unkonzentriertheit erlauben“, meint der Spielertrainer, der diesmal im Spitzenduell Frederik Press 4:6, 2:6 unterlegen war.

Der Tiebreaker

Zuvor war der OTeV aber schon 3:0 in Führung gegangen. Während sich Mattis Wetzel (6:3, 6:3 gegen Patrick Steinmetz) und Alexander Meyer (6:4, 6:3 gegen Lenn Lümkemeier) durchsetzten, machte es Florian Barth (7:6, 7:5 gegen Jonas Lütjen) einmal mehr spannend. „Siege im Tiebreak sind eine echte Spezialität von Florian. Dort steigert er sich regelmäßig um zwei Klassen“, erklärt Dornbusch.

Der Triumph

In den entscheidenden Doppel-Duellen erhöhte ein 3:6, 6:1, 6:10 von Dornbusch/Wetzel gegen Press/Jan Simon Vrbsky die Spannung, doch Barth lebte an der Seite von Meyer beim 7:6, 7:6 gegen Lütjen/Steinmetz seine Rolle als Tiebreak-Spezialist gleich zweimal erfolgreich aus. Der 32-Jährige führte den OTeV damit zum Start nach Maß – zumal Titelkonkurrent Club an der Alster im Derby bei Aufsteiger Harvestehude eine 2:4-Pleite einstecken musste.

Die Trostlosigkeit

„Das war schon ein sehr guter Einstieg, nachdem wir ja nach der Bundesliga-Saison kaum Turniere spielen konnten und uns als Team auch kaum gesehen haben“, meint Dornbusch. Zudem sei die Atmosphäre in der Halle im Nordwesten von Hamburg mit nur etwas mehr als einer Handvoll Zuschauern „recht gewöhnungsbedürftig und trostlos“ gewesen. In der mit dem Klassenerhalt belohnten Sommersaison waren die Oldenburger in der 2. Bundesliga etwas ganz anderes gewohnt. „Bei Turnieren hat man auch schonmal, dass da wenig Stimmung ist“, sagt Dornbusch: „Aber die Liga-Punktspiele leben ja eigentlich von der Stimmung auf den Rängen.“

Bericht von Bernd Teuber und Jan Zur Brügge (NWZ, 07.12.2021)

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